INTERN
Was ist „Worship“? Um eine Missdeutung auszuschließen: Das englische Wort „Worship“ hat nichts mit „Warship“ (Kriegsschiff) zu tun, sondern bedeutet „Anbetung“ oder „Lobpreis“. Es meint im Grunde nichts anderes als das, was die Engel im Himmel tun: Gott auf alle erdenkliche Weise zu loben, ihm die Ehre zu geben, mit anderen Worten zum Ausdruck zu bringen, dass nur Gott allen die Ehre gebührt. Dieses Lob Gottes ist so alt wie die Menschheit. Es begegnet uns in der Bibel, vor allem in den Psalmen, von denen manche voll von überschwänglichem Lob sind – nicht selten allerdings, nachdem Gott zuvor die Not geklagt wurde! Dieses Lob Gottes ist so alt wie die Menschheit. Es begegnet uns in der Bibel, vor allem in den Psalmen, von denen manche voll von überschwänglichem Lob sind – nicht selten allerdings, nachdem Gott zuvor die Not geklagt wurde! Warum singen wir solche Anbetungslieder im Gottesdienst? Aus zwei Gründen, um Gott zu loben für alles, was er an uns und an dieser Welt tut – denn oft fällt das unter den Tisch und wir sehen nur das Negative. Zum andern deshalb, weil es den eigenen Glauben stärkt, Gott zusammen mit anderen zu loben. Viele gehen ermutigt und innerlich aufgebaut nach dem Gottesdienst nach Hause – sie haben erlebt, dass Loben gut tut. Zum Stil der Lieder: Viele Lieder haben amerikanische Vorlagen. Allerdings gebrauchen wir überwiegend deutsche Texte. In den letzten Jahren ist auch eine Reihe von guten deutschen Liedern entstanden, die wir gern einsetzen. Vielleicht wundern Sie sich, warum die Texte oft kurz und die Melodien relativ leicht sind. Das hat seinen guten Grund. Denn die Lieder sollen sich schnell einprägen und nicht zu viel Aufmerksamkeit auf den musikalischen Vollzug lenken. Je einfacher Melodie und Text, desto schneller kann mitgesungen und damit auch mit gebetet werden. Die mehrfache Wiederholung ist so gewollt und nimmt den Menschen als Leib und Seele in die Bewegung des Betens hinein. Lobpreislieder sind gesungene Gebete. Sie sind Ausdruck der persönlichen Beziehung zwischen Gott und dem Menschen, in ihnen kommuniziert der Mensch seine Gedanken und Emotionen mit Gott, am ehesten zu vergleichen mit dem Liebeslied, das mit immer neuen Worten und immer neuen Bildern stets das Gleiche sagen will.